Ausbildung zum Fahrlehrer

Marcus' Fahrschule ist eine eingetragene Ausbildungsstätte für angehende Fahrlehrer.

Voraussetzungen für den Beruf Fahrlehrer

Um Fahrschüler ausbilden zu dürfen, wird eine Fahrlehrerlaubnis benötigt. Bei den Fahrlehrerlaubnissen wird unterschieden zwischen der Grundfahrlehrerlaubnis „BE" (Pkw) und den Erweiterungen „A" (Motorrad), „CE" (Lkw) und „DE" (Bus). Diese Fahrlehrerlaubnisse können Sie unabhängig von Ihrem Beruf und Ihrer bisherigen Tätigkeit erwerben, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

Eignung und Zuverlässigkeit
Nach dem Fahrlehrergesetz kann eine Fahrlehrerlaubnis erwerben, wer geistig, körperlich und fachlich geeignet sowie persönlich zuverlässig ist.
Ihre geistige und körperliche Eignung weisen Sie durch ein ärztliches Zeugnis nach. Ihre persönliche Zuverlässigkeit wird anhand eines Führungszeugnisses überprüft, das Sie bei Ihrer zuständigen Meldebehörde beantragen.
Die fachliche Eignung zum Fahrlehrer legen Sie durch die erfolgreiche Absolvierung der verschiedenen Fahrlehrerprüfungen dar.

Mindestalter
Für die Erlangung der Fahrlehrerlaubnis ist ein Mindestalter von 22 Jahren vorgeschrieben.Mit der Ausbildung können Sie jedoch bereits vor Vollendung des 22. Lebensjahres beginnen. In Einzelfällen kann Ihre zuständige Straßenverkehrsbehörde auch Ausnahmen von dem Erfordernis des Mindestalters genehmigen. Bitte fragen Sie dort nach.

Vorbildung
Sie benötigen eine abgeschlossene Hauptschulbildung sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Lehrberuf.

Als gleichwertige Vorbildung werden unter anderem folgende Schulabschlüsse anerkannt: Allgemeine Hochschulreife (Abitur), fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur), Fachhochschulreife. Auch bei einigen anderen Abschlüssen (wie z.B. Dienstgrad des Unteroffiziers bei der Bundeswehr) kann auf die Berufsausbildung verzichtet werden. Wenn Sie hierzu Fragen haben, helfen Ihnen unsere Ausbildungsberater gerne weiter.

Führerscheine
Sie benötigen für die verschiedenen Fahrlehrerlaubnisse die nachfolgend angegebenen Führerscheine:

 


 

Grundfahrlehrerlaubnis BE  
Fahrlehrerlaubnis BE Führerschein BE + CE + A*

Erweiterungen A, CE und DE  
Fahrlehrerlaubnis A Führerschein BE + CE + A
Fahrlehrerlaubnis CE Führerschein BE + CE + A*
Fahrlehrerlaubnis DE Führerschein BE + CE + DE + A*

* hier reicht auch einer der folgenden Führerscheine aus: A beschränkt auf leistungsbegrenzte Krafträder bis 25 KW oder Führerschein A2

Erläuterung der einzelnen Führerscheinklassen:  
Führerschein BE Pkw mit Anhänger Alt: Klasse 3
Führerschein CE Lkw mit Anhänger Alt: Klasse 2
Führerschein A Motorrad Alt: Klasse 1


In unserem Schulungszentrum befindet sich selbstverständlich auch eine Fahrschule. Falls Sie also noch nicht im Besitz der erforderlichen Führerscheine sein sollten, so können Sie diese dort jederzeit kurzfristig vor Beginn der Ausbildung oder auch während des Lehrganges ergänzen.

Fahrpraxis
Grundfahrlehrerlaubnis BE

Für den Erwerb der Fahrlehrerlaubnis BE müssen Sie nachweisen, dass Sie innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens 3 Jahre Kraftfahrzeuge der Klasse B geführt haben. Diesen Nachweis können Sie z.B. durch die Vorlage einer Bescheinigung Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung erbringen, aus der sich ergibt, dass Sie für den vorgeschriebenen Zeitraum ein Kraftfahrzeug der Klasse B auf Ihren Namen versichert hatten. Sofern Sie die Fahrpraxis nicht auf einem eigenen Fahrzeug erworben haben, besteht auch die Möglichkeit, dass Sie in einer eidesstattlichen Versicherung erklären, dass Sie regelmäßig ein fremdes Kraftfahrzeug genutzt haben.

Erweiterungen A, CE und DE

Für die Fahrlehrerlaubnisse A, CE und DE müssen Sie jeweils 2 Jahre Fahrpraxis in der entsprechenden Klasse nachweisen.
Für die Klassen CE und DE genügt es auch, wenn Sie Fahrzeuge der entsprechenden Klasse ein halbes Jahr hauptberuflich gefahren haben.
Alternativ kann die Fahrpraxis in diesen beiden Klassen auch durch eine 60stündige praktische Ausbildung in unserer Fahrschule nachgewiesen werden. Um die praktische Ausbildung in unserer Fahrschule in Braunschweig in aller Ruhe durchführen zu können, empfehlen wir Ihnen bereits 2 Wochen vor Lehrgangsbeginn anzureisen.Wir bieten Ihnen gerne ein günstiges „Kompaktpaket" an, das die geforderte praktische Ausbildung sowie die Seminarkosten für den jeweiligen Fahrlehrerlehrgang umfasst.

Voraussetzungen 

 

Ein ganz wesentlicher Punkt in Ihrer Entscheidung, die Ausbildung zum Fahrlehrer durchzuführen, ist die Kenntnis über die Bedingungen, die der Gesetzgeber vom Fahrlehreranwärter fordert.

 

Deshalb halten wir es für notwendig, dass Sie sich über die Voraussetzungen zur Erlangung der Fahrlehrerlaubnis eingehend zu informieren. Nur wer diese Bedingungen erfüllen kann,  hat die Möglichkeit den Beruf zu ergreifen. Wir beraten Sie dazu sehr gern telefonisch oder noch besser persönlich und individuell.

 

Ein Bewerber um die Fahrlehrerlaubnis muss:

 

Voraussetzungen:

Erläuterungen
... mindestens 22 Jahre alt sein,

Als erste Voraussetzung verlangt der Gesetzgeber von einem angehenden Fahrlehrer (in), dass bis zum Zeitpunkt der Erteilung der unbefristeten Fahrlehrerlaubnis und der Aushändigung des Fahrlehrerscheins das Mindestalter von 22 Jahren erreicht sein muss. Die Ausbildung kann somit vorab stattfinden, d.h. bereits mit ca. 21 Jahren begonnen werden. Nach § 34 des Fahrlehrergesetzes kann unter besonderen Umständen eine Ausnahme des Mindestalters gewährt werden.

...geistig, körperlich und fachlich geeignet sein undes dürfen keine Tatsachen vorliegen, die ihn für den Fahrlehrerberuf als unzuverlässig erscheinen lassen,

Es ist verständlich, dass bei der heutigen physischen Beanspruchung im Straßenverkehr vom Fahrlehrer erwartet wird, dass er geistig und körperlich gesund ist. Die Forderung des Gesetzgebers ist zu verstehen, wenn man berücksichtigt, dass der Fahrlehrer sich nicht nur sicher dem fließenden Verkehr anzupassen hat, sondern auch gleichzeitig seinen Fahrschüler beaufsichtigen und anleiten muss. Die geistige und körperliche Eignung muss durch das Zeugnis eines Amtsarztes oder - auf Verlangen der Erlaubnisbehörde - eines Facharztes oder durch das Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahrereignung über die geistige und körperliche Eignung nachgewiesen werden. In der Regel verlangt die Erlaubnisbehörde das amtsärztliche Zeugnis.

Ferner spricht der Gesetzgeber von der persönlichen Zuverlässigkeit des Fahrlehrers.

Bewerber mit groben Vorstrafen sind deshalb hiernach nicht für den Fahrlehrer-Beruf geeignet.

...mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Lehrberuf nach abgeschlossener Hauptschulbildung oder eine gleichwertige Vorbildung besitzen,

Als abgeschlossene Berufsausbildung gilt die vor der Industrie- und Handelskammer - oder Handwerkskammer- erfolgreich abgelegte Prüfung in einem anerkannten Lehrberuf. Der von Ihnen erlernte oder bisher ausgeübte Beruf muss hierbei keine besondere Beziehung zum Fahrlehrerberuf haben. Sie erfüllen die Bedingung ebenfalls, wenn Sie einen Facharbeiterbrief wie z. B. " Berufskraftfahrer " besitzen. Bei Bewerbern von Behörden, Polizei, Bundeswehr etc. wird die bestandene Prüfung zum mittleren Dienst - z. B. Unteroffizier - der abgeschlossenen Berufsausbildung gleichgesetzt. Wer keinen Beruf besitzt, kann ebenfalls dann diese Bedingung erfüllen, wenn er eine höhere Schulbildung nachweist. Hier wird die fachgebundene Hochschulreife als gleichwertige Vorbildung genauso anerkannt wie jede andere Art von Hochschulreife. Wer das Abitur besitzt, braucht keinen Beruf nachzuweisen.

...die Fahrerlaubnis der Klassen A, BE und CE und, sofern die Fahrlehrerlaubnis für die Klasse DE erteilt werden soll, die Fahrerlaubnis der Klasse DE besitzen; eine Fahrerlaubnis auf Probe reicht nicht aus,

Um den Fahrlehrerschein gleich welcher Klasse zu erwerben, müssen Sie im Besitz des Führerscheins für sämtliche Klassen ( außer Kl. DE, ehemals Bus ) sein. Der Gesetzgeber verlangt von einem Fahrlehrer der Klasse BE, dass er einmal die Probleme von Motorradfahrern und Führern von großen Fahrzeugen kennen gelernt hat.

...über eine ausreichende Fahrpraxis auf Kraftfahrzeugen der Klasse verfügen, für die die Fahrlehrerlaubnis erteilt werden soll,

Als jeweils ausreichend gilt die Fahrpraxis, wenn innerhalb der letzten 5 Jahre drei Jahre lang Kraftfahrzeuge der Klasse B (für den Grundfahrlehrerschein BE) bis zur Fahrlehrerabschlussprüfung geführt wurden. Für evt. danach gewünschte aufbauende Fahrlehrerklassen ( z.B. Klassen A oder CE/DE ) wird eine zweijährige entsprechende Fahrpraxis der Klassen A oder CE bzw. D gefordert. Ersatzweise wird bei den Fahrlehrerklassen CE oder DE auch eine 6 monatliche hauptberufliche Fahrpraxis oder eine Zusatzausbildung von 60 Fahrstunden als ausreichend anerkannt.

...innerhalb der letzten drei Jahre zum Fahrlehrer ausgebildet worden sein und

Die Fahrlehrerausbildung muss nach §2 Absätze 5 und 6 Fahrlehrergesetzes bei einer amtlich anerkannten Fahrlehrerausbildungsstätte in geschlossenen Kursen als Ganztagsunterricht durchgeführt werden.

Die Mindestausbildungsdauer beträgt hierbei nach § 2 Absatz 3 FahrlG für den Grundfahrlehrerschein der Kl. BE = 5 Monate.

...die fachliche Eignung in  einer Prüfung  nach  § 4 nachweisen.

Ziel der Ausbildung ist es, Ihnen durch intensive Schulung den Prüfungsstoff und das Rüstzeug für eine erfolgreiche Tätigkeit  im anschließendem Praktikum anzubieten.